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Bierzeltstimmung beim Rammstein-Konzert.

Herrlich!

Flashbox, der neue Club im hoffnungslosen Hypegefuchtel ums Sendlinger Tor, will die Clubszene im Viertel so richtig aufmischen. Die Flashbox soll „die Szene bereichern“ und es soll – obacht, revolutionär – nicht nur ums „Tanzen, sondern auch verstärkt um Kunst und Kultur“ gehen. Tatsächlich scheint es eher eine Zweite Liga zu werden, die den Gästeüberschuss der umliegenden Clubs abschöpfen wird. Damit die sich nicht an zu viel Neues gewöhnen müssen, sieht es aus wie nebenan: schick, modern, kalt und ungemütlich. Das Personal macht mangelnde Kompetenz mit hoher Attraktivität und niedrigem Alter wett.

Einziger Lichtblick ist die LED-Wand, die wir aber irgendwo schon mal gesehen haben…? Allerdings war es ein echt gute Idee, sie statt am Boden an die Wand zu montieren, denn gestern war sie genau die richtige Kulisse für den wunderbaren Auftritt von Erobique:

erobique live in München

erobique Flashbox München

erobique Flashbox live

Um die Effektivität der optischen Untermalung noch besser zu demonstrieren, hier das wahrhaft ergreifende Michael Jackson-Tribut von Erobique Read the rest of this entry »

Cocorosie waren am Sonntag in München, aber irgendwie hat es keiner mitbekommen? Und dann war das Konzert trotzdem ausverkauft? Keine Ahnung. Jedenfalls waren Cocorosie wie gehabt – zu gleichen Teilen enervierend, faszinierend, langatmig und kurzweilig, und gerade, wenn man denkt, dass es heute doch etwas langweilig wird, fängt es an, richtig Spaß zu machen.

Die Soundlieferanten Kinderspielzeug, Megaphon, Kettengerassel und was sonst noch so aus der Trickkiste gezaubert wird, gehören zwar schon zum Standardrepertoire, aber statt Beatboxer treten Bianca „Coco“ und Sierra „Rosie“ diesmal mit Drummer auf. Coco klingt noch mehr wie Nanny Fine als üblich und Rosie schmeißt sich mit Inbrunst und großer Gestik in die Rolle der dramatischen Chanteuse. Beide pflegen konsequent den Schwestern-Mythos: Sie sehen aus, als hätten Sie in Muttis Kleiderschrank oder der Faschingskiste gekramt und sich gegenseitig zum ersten Mal geschminkt; die an die Rückwand projizierten Bilder wirken eher wie eine Aneinanderreihung von Insider-Witzen als allgemein verständliche symbolische Songuntermahlung. Aber auch, wenn sich mir die visuelle Logik von Cocorosie-Konzerten nicht erschließt, überzeugt die Musik ganz für sich und der Spannungsbogen ist nach knapp zwei Stunden so gespannt, dass sich die zwei Zugaben gar nicht vermeiden lassen.

cocorosie-epOb die spontan erworbene EP (die nur auf der Tour käuflich zu erwerben ist) „Coconuts, Plenty of Junk Food“ nur vom Titel, oder auch vom Inhalt her, lecker klingt, hat ein erstes Anhören nicht eindeutig ergeben. Bis zum nächsten Cocorosie-Konzert hab ich mich entschieden.

Aus gegebenem Anlass weise ich darauf hin, dass ich praktischerweise schonmal vor geraumer Zeit Rocky Horror Show Kostümideen gesammelt hab.

Bitteschön!

Festival vom Unsichtbaren Menschen, die Zweite. Das PeterLicht-Konzert zum Auftakt des Festivals in den Kammerspielen war natürlich toll, aber die anderen Veranstaltungen der Reihe? Was den geneigten Zuschauer wohl bei Datenstrudel, Spacebook oder My Personal Widerstandsjukebox erwartet, weiß man nicht so genau.

Ebenso undurchsichtig war die Ankündigung für Beide Messies. Das Programm verspricht: „Sie singen und bringen ekstatische Lieder, Tänze und Texte der Geistesgegenwart (auf hohem erotischem Niveau).“ Na gut, dann schauen wir uns das mal an. Kost ja fast nix, Kulturförderung sei dank.

Fand das PeterLicht-Konzert noch in gediegener Jugendstil-Gemütlichkeit statt, gastieren die Messies gefühlt unterm Dach des Neuen Hauses, in einem großzügigen, wunderschön beleuchteten Raum. Und was machen die da so? Wie angekündigt: singen, tanzen, performen. Ein bisschen wie PeterLicht, nur mit mehr Ausdruckstanz und weniger von dem, was man als „schöne“ Melodien bezeichnen würde. Der Kurator höchstselbst war auch im Publikum und hat meine Theorie betreffs seiner Identität bestätigt. Vielleicht.

beide-messies-kammerspiele

Beide Messies sind nicht durchgehend großartig, haben aber ihre Momente. Read the rest of this entry »

…da war nämlich am Freitag schon Sommer und die Sonne knallte von der Decke der Registratur.

zombocombo-sommer

Sonnenschirme, Strandliegen und für meinen Geschmack ein paar freie Oberkörper zu viel komplettierten den Cluburlaubs-Look. A propos Cluburlaub: Read the rest of this entry »

Morgen beginnt in den Münchner Kammerspielen das Festival vom Unsichtbaren Menschen mit einem Konzert von PeterLicht. Nach Schorsch Kamerun hat sich das Theater jetzt den nächsten Held der popkulturellen Ironie ins Haus geholt. Der macht jetzt einen guten Monat lang so ziemlich alles, was er will:

peterlicht-kammerspiele1Auf das Eröffnungskonzert (längst ausverkauft) folgt gemeinschaftliches Möbelrücken, Pyjamaparties, Jesuitenpredigten, es sollen gänzlich unbekannte Musiker – was wir erstmal bezweifeln – vorgestellt werden und dann gibt’s noch jede Menge Social Networking/Suchmaschinen-Mitmach-Experimente, die entweder sehr lustig sein könnten oder gnadenlos scheitern werden. Read the rest of this entry »

 

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